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Die Studierendenvertreter im Senat der Universität Trier haben einen Anspruch auf die erneute Beratung über die Einrichtung des neuen Studiengangs Pflegewissenschaften (Klinische Pflege). Denn die Neueinrichtung eines Studiengangs könne unter dem den Hochschulen auferlegten Spardruck grundsätzlich zulasten einer schon bestehenden Lerneinheit gehen und so die Interessen der Studierenden in Angelegenheiten der Lehre unmittelbar tangieren, begründet das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz sein Urteil vom 15.04.2014 (Az.: 2 A 10022/14.OVG).

Eine Türkeireise ist nicht deshalb mangelhaft, weil neben dem gebuchten Hotel ein Muezzin täglich mehrmals zum Gebet ruft. Dies hat das Amtsgericht Hannover entschieden und die Klage gegen ein Reiseunternehmen auf Rückzahlung eines Teils des Reisepreises abgewiesen. Muezzinrufe in der Türkei seien landestypisch, vergleichbar mit Kirchenglockengeläut in einem christlichen Land, begründet das Gericht sein Urteil vom 11.04.2014 (Az.: 559 C 44/14).

Das Oberste US-Gericht hat Unterstützern der Förderung von Minderheiten an Universitäten erneut eine Niederlage beschert. Der Supreme Court in Washington erklärte am 22.04.2014 ein Gesetz im Bundesstaat Michigan für unanfechtbar, das die Bevorzugung von Afro-Amerikanern, Latinos, Frauen und anderen Minoritäten bei Bewerbungen an öffentlichen Hochschulen verbietet. Sechs Richter stimmten dem Urteil zu, zwei waren dagegen. Damit dürften nach Expertenansicht ähnliche Gesetze in sieben anderen Staaten wie Texas, Florida und Kalifornien ebenfalls juristisch unangreifbar bleiben.