FG Hessen: Anscheinsbeweis für Privatnutzung des Firmenwagens nicht nur durch Fahrtenbuch widerlegbar

zu FG Hessen, Urteil vom 10.02.2011 - 3 K 1679/10.

Die Vermutung der privaten Nutzung eines Firmenfahrzeugs nach den Regeln des Anscheinsbeweises bei der Anwendung der so genannten Ein-Prozent-Regelung (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG) kann nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs auch anders widerlegt werden als durch die Vorlage eines Fahrtenbuchs. Das Finanzgericht Hessen folgt in seinem Urteil vom 10.02.2011 dieser Rechtsprechung und unterstreicht, dass der Anscheinsbeweis bereits dann entkräftet ist, wenn ein Sachverhalt dargelegt wird, der die ernstliche Möglichkeit eines anderen als des der allgemeinen Erfahrung entsprechenden Geschehensablaufs ergibt. Einen solchen Sachverhalt sah das FG im entschiedenen Fall unter anderem aufgrund der detaillierten Schilderung dargelegt, wie private Fahrten erledigt werden (Az.: 3 K 1679/10).

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