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Die Witwe des Künstlers Joseph Beuys kann dem Beuys-Museum Schloss Moyland die Ausstellung einer Foto-Serie ihres Mannes aus dem Jahr 1964 nicht verbieten. Dies hat Medienberichten zufolge der Bundesgerichtshof am 16.05.2013 entschieden (Az.: I ZR 28/12).

Ein Berufspendler, der sein Kfz auf dem Weg zur Arbeitstelle falsch betankt, kann die ihm deswegen entstehenden Reparaturkosten neben der Entfernungspauschale steuerlich als Werbungskosten geltend machen. Dies zumindest hat das Finanzgericht Niedersachsen entschieden. Es setzt sich damit allerdings in Widerspruch zu der bisher zu dieser Problematik ergangenen FG-Rechtsprechung und zur Ansicht der Finanzverwaltung. In seinem Urteil vom 24.04.2013 hat das Gericht daher die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen (Az.: 9 K 218/12).

Beiträge zur Risiko- und Kapitallebensversicherung sowie zur Unfallversicherung gehören nicht zu den notwendigen Mindestvoraussetzungen eines menschenwürdigen Daseins. Deswegen ist es verfassungsrechtlich nicht geboten, sie in vollem Umfang zum steuerlichen Abzug zuzulassen, wie das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden hat. Gegen den Gerichtsbescheid vom 31.01.2013 (Az.: 9 K 242/12) ist die Revision beim Bundesfinanzhof (Az.: X R 5 /13) anhängig.

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Im Schadensersatzprozess eines Verbrauchers gegen den Bonner Süßwarenhersteller Haribo, der wegen eines angeblich verunreinigten Fruchtgummis eine Zahnverletzung erlitten haben will, wurde eine weitere sachverständige Begutachtung der vom Kläger vorgelegten Fruchtgummimasse angeordnet. Dies geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 21.05.2013 hervor (Az.: 21 U 64/12).

Der Schlagersänger Michael Wendler darf sich nicht mehr ohne klarstellenden Zusatz, um welchen Wendler es sich handelt, als «Der Wendler» oder «Wendler» bezeichnen. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf mit Urteil vom 21.05.2013 im Rechtsstreit mit einem Namensvetter entschieden (Az: I-20 U 67/12).

Vernachlässigt ein Hundezüchter seine Tiere, ohne dass zukünftig eine Besserung des Zustands zu erwarten ist, können diese sichergestellt und bei sehr hohen Kosten für die Unterbringung auch veräußert werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen durch Beschluss vom 15.05.2013 entschieden (Az.: 16 L 514/13).

Ist das häusliche Arbeitszimmer eines Betriebsprüfers des Finanzamtes steuerlich nicht absetzbar, weil ihm ein Arbeitsplatz im Finanzamt zur Verfügung steht beziehungsweise das Arbeitszimmer aufgrund seiner Außendiensttätigkeit nicht der Mittelpunkt seiner gesamten beruflichen Betätigung ist, können die Renovierungskosten für ein Gäste-WC «erst recht» nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dies hat das Finanzgericht Baden-Württemberg mit rechtskräftigem Urteil vom 21.01.2013 entschieden (Az.: 9 K 2096/12).

Die Erhebung von Beiträgen zur Deckung der Kosten für die Fremdenverkehrswerbung, wozu auch die Weinwerbung zählt, in Bernkastel-Kues ist rechtlich nicht zu beanstanden. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier mit Urteil vom 02.05.2013 entschieden (Az.:2 K 1006/12).

Das guatemaltekische Verfassungsgericht hat das als historisch gefeierte Strafurteil gegen den früheren Machthaber Efraín Ríos Montt am 20.05.2013 wegen Verfahrensfehlern aufgehoben und einen neuen Prozess angeordnet. Dies geht aus einem Bericht der Zeitung «El Periódico» vom 21.05.2013 hervor.

Die Fraktion «Die Linke» im Stadtrat von Mainz hat keinen Anspruch auf Erhöhung der Mitgliederzahl der Stadtratsausschüsse, um ebenfalls in den Ausschüssen vertreten zu sein. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass kleinen Gruppen kein «Grundmandat» zusteht und eine zunehmende Ausschussgröße die Arbeitsfähigkeit der Gremien beeinträchtigt. Das hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz am 15.05.2013 entschieden (Az.: 10 A 10229/13.OVG).

Seit Aufhebung des Briefmonopols können sich die Finanzämter zur Bekanntgabe ihrer Steuerbescheide auch anderer Briefzustelldienste als der Deutschen Post AG bedienen. Diese sind jedoch häufig nur regional tätig und übergeben Sendungen an Empfänger außerhalb ihres eigentlichen Zustellbezirks zur Weiterbeförderung an die Deutsche Post AG. Laut Finanzgericht Baden-Württemberg bestehen in solchen Weiterleitungsfällen Zweifel an der gesetzlichen Vermutung des § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO, wonach der Steuerbescheid dem Empfänger als am dritten Tag nach seiner Aufgabe zur Post bekanntgegeben gilt. Die einmonatige Klagefrist beginne dann erst mit dem vom Empfänger behaupteten späteren Zugangszeitpunkt zu laufen. Anderes gelte nur, wenn es der Finanzbehörde gelinge, ihrerseits den Zugang des Bescheids innerhalb des Drei-Tages-Zeitraums nachzuweisen (Zwischenurteil vom 27.02.2013, Az.: 2 K 3274/11, nicht rechtskräftig).

Der Betreiber einer Gaststätte in der Karlsruher Oststadt hat sich erfolgreich gegen eine Verlängerung der Sperrzeit für den Außenbereich seines Lokals gewandt. Allerdings ist das Urteil vom 16.05.2013, das das Verwaltungsgericht Karlsruhe nach einer Inaugenscheinnahme der Örtlichkeiten getroffen hat, noch nicht rechtskräftig (Az.: 3 K 2155/11).

Das Jobcenter Münster muss einem Hartz-IV-Empfänger vorläufig ein Darlehen zur Tilgung von Strom- und Gasschulden in Höhe von rund 3.000 Euro bewilligen. Dies hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschieden. In dem konkreten Fall bestand laut LSG keine andere Möglichkeit, die Wohnung des Leistungsempfängers wieder mit Strom zu versorgen (Beschluss vom 13.05.2013, Az.: L 2 AS 313/13 B ER).