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Die am 11.12.2002 gegründete Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) war zu keinem Zeitpunkt eine Spitzenorganisation, die in eigenem Namen Tarifverträge abschließen konnte. Dies geht aus zwei Beschlüssen des Bundesarbeitsgerichts vom 23.05.2012 hervor (Az.: 1 AZB 58/11 und 1 AZB 67/11).

Ein neues Umgangsrecht soll die Rechte leiblicher Väter stärken. Erstmals erhält der biologische, leibliche Vater ein Umgangsrecht mit seinem Kind, auch wenn er bislang keine enge soziale Bindung aufgebaut hat. Dies erklärte Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am 29.05.2012 anlässlich der Vorstellung eines entsprechenden Referentenentwurfs in Berlin.

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Stillende Mütter erhalten wegen eines höheren Kalorienbedarfs und wegen sonstiger mit dem Stillen verbundener Kosten keine höheren Hartz IV-Leistungen. Das entschied das Sozialgericht Wiesbaden am 29.05.2012 in zwei Urteilen und erklärte, ein über den Pauschalbetrag des Regelbedarfs hinausgehender Mehrbedarf liege nicht vor (Az.: S 16 AS581/11; S 16 AS 581/11).

Aufwendungen für den Ersatz eines Maschendrahtzauns durch einen blickdichten Holzlattenzaun, der ein autistisches Kind am Weglaufen hindern soll, können nicht als außergewöhnliche Belastungen von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Dies hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 30.04.2012 entschieden. Ein Gartenzaun gehöre zu den üblichen baulichen Anlagen eines Eigenheims, die Aufwendungen dafür somit zu den üblichen Kosten der Lebensführung, die in Höhe des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten seien (Az.: 5 K 1934/11).

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat konkrete Pläne für eine Pkw-Maut erarbeitet. Eine Vignette wie bei den Nachbarn soll Milliarden in die Kasse spülen. Dies erläuterte Ramsauer gegenüber Medienvertretern am 27.05.2012 in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mehr Tempo in den Ausbau des deutschen Sromnetzes bringen, damit die Energiewende vorankommt. In ihrer wöchentlichen Video-Botschaft hat sie massive Probleme eingeräumt, insbesondere beim Bau der großen Überlandleitungen, um Windstrom vom Norden in den Süden zu transportieren. Bei der Netzagentur wolle sie sich am 29.05.2012 informieren, «was gegebenenfalls politisch getan werden kann, um die Dinge zu beschleunigen.»

Der Lärm, der von Ganztagsschulkindern während der Zeit von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr bei der Nutzung eines Kinderspielplatzes ausgeht, ist von den Nachbarn hinzunehmen. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz am 16.05.2012 entschieden (Az.: 8 A 10042/12.OVG).

Bayern stellt als erstes Bundesland den Absolventen der Ersten Juristischen Prüfung künftig gebührenfrei neben dem Examenszeugnis ein sogenanntes «Diploma Supplement» aus, das weltweit verwendbar ist. Dies hat das Bayerische Justizministerium am 29.05.2012 bekanntgegeben.

Die Dortmunder Kanzlei «Schlüter Graf & Partner» hat den Spieß umgedreht und die «wegen Adressbuchschwindels bekannte Gewerbeauskunft-Zentrale» auf Zahlung einer Vergütung für die Erlaubnis zur Veröffentlichung ihrer Daten verklagt. Zuvor hatte die Kanzlei ein ihr von dem Unternehmen zugesandtes Angebotsschreiben für einen Online-Branchenbucheintrag in einem kleinen aber entscheidenden Punkt geändert und zurückgeschickt.

Im Rahmen der 2009 beschlossenen und ab 2013 geltenden Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS), die zu einer Änderung der ETS-Richtlinie geführt hatte, erwartet die Europäische Kommission, dass die Stromrechnungen von Unternehmen nach 2012 ansteigen werden. Die Kommission hat daher Rahmenbestimmungen angenommen, in der Kriterien festgelegt werden, nach denen die Mitgliedstaaten einige Gruppen von Unternehmen, die voraussichtlich besonders von der ETS-Reform betroffen sein werden, unterstützen können.

Das Landgericht München I hat entschieden, dass Fondsbeteiligungen der privaten Vermögensverwaltung zuzuordnen sind, die laut den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden. Eine unternehmerische Tätigkeit liege nicht vor, zitiert die Kanzlei Mutschke das Gericht (Az.: 12 O 8959/11).

Die SPD-regierten Länder pochen auf eine Wiedereinführung der Vermögensteuer vom Jahr 2014 an. Dadurch sollen pro Jahr 11,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Länderkassen fließen, wie nach Angaben der «Financial Times Deutschland» (FTD) vom 25.05.2012 aus einem Länderpapier hervorgeht. Der Steuersatz soll ein Prozent betragen, der persönliche Freibetrag bei zwei Millionen Euro liegen.